Cortex ist die Steuerzentrale für einen Betrieb, in dem Menschen und KI-Sitzungen nebeneinander an denselben Projekten arbeiten. Sie führt zusammen, was sonst in Terminalfenstern, Chatverläufen und Notizdateien liegen bliebe: Projekte und ihre Aufgaben, den Stand jeder laufenden Sitzung, die Übergaben zwischen ihnen und einen Verlauf, der über alle Projekte hinweg nachvollziehbar bleibt.
Der Kern ist das Lagebild. Es beantwortet die Fragen, die im Tagesgeschäft zuerst kommen: Was haben die Modelle gekostet, wie viel wurde gearbeitet, welche Aktualisierungen stehen offen, welches Zertifikat läuft als nächstes ab, wie sind die Server ausgelastet. Jede Zahl hat eine Herkunft und einen Zeitraum — nichts steht als runde Behauptung da.
Um dieses Lagebild liegen die Werkzeuge des Betriebs. Ein Aufgabenbrett führt Prioritäten und Changelog je Projekt. Gerichtete Meldungen laufen zwischen Projekten, und die empfangende Sitzung arbeitet sie selbständig ab oder legt sie zur Entscheidung vor. Übergaben sichern den Stand, wenn eine Sitzung endet und die nächste übernimmt. Eine Mitarbeiterakte hält für jede KI-Rolle fest, welches Modell hinterlegt ist, was sie kann und was sie bislang gekostet hat.
CortexRelay ist der Teil, der von unterwegs funktioniert. Läuft eine Sitzung in eine Rückfrage — eine Freigabe, eine Auswahl, eine offene Entscheidung —, erscheint diese als Karte auf dem Telefon und lässt sich dort beantworten. Die Sitzung wartet nicht, bis jemand am Schreibtisch sitzt. Dasselbe gilt in die andere Richtung: Ein Auftrag lässt sich unterwegs abschicken und wird von der zuständigen Sitzung übernommen, auch wenn diese auf einer anderen Maschine läuft.
Cortex verwaltet sich selbst mit: Das Werkzeug ist zugleich eines der Projekte, die es führt. Wie das im Alltag aussieht und warum ein solches System überhaupt entsteht, erzählt der Beitrag über Cortex.








